Am Bahnhof beleidigt der 36-jährige Täter den 32-jährigen Betroffenen somalischer Staatsangehörigkeit rassistisch mit dem N-Wort und greift ihn körperlich an.
Bernau bei Berlin

Am Bahnhof beleidigt der 36-jährige Täter den 32-jährigen Betroffenen somalischer Staatsangehörigkeit rassistisch mit dem N-Wort und greift ihn körperlich an.
Ein 40-jähriger Täter trifft an einer Bushaltestelle auf einen 24-jährigen Betroffenen aus Afghanistan. Er tritt und schubst den Betroffenen aus rassistischen Motiven.
Drei Jugendliche, davon eine weiblich und zwei männlich, verfolgen nachts einen 64-jährigen Mann, der gerade Pfandflaschen sammelt. Sie pöbeln ihn zuerst an und greifen ihn dann aus sozialdarwinistischen Motiven körperlich an. Einer von ihnen schlägt mit einer Holzstange auf den Betroffenen ein. Auch als der betroffene Mann bereits am Boden liegt, schlagen und treten sie ihn weiter. Der Betroffene erleidet Kopfverletzungen und muss im Krankenhaus behandelt werden.
In der Innenstadt beleidigt ein unbekannter Täter eine 17-jährige weibliche Jugendliche bulgarischer Nationalität rassistisch und greift sie körperlich an.
Ein unbekannter Täter beleidigt eine 55-jährige Frau bulgarischer Nationalität in der Innenstadt rassistisch. Anschließend steigt er in sein Auto und fährt die Frau und ihren 26-jährigen Begleiter bulgarischer Nationalität an. Dabei verletzt er den Arm der Frau und überfährt den Fuß des Begleiters.
Auf dem Bahnhofvorplatz greift ein 40-jähriger Mann zwei männliche Jugendliche irakischer Nationalität aus rassistischen Motiven körperlich an. Außerdem bedroht der Mann die 17- und 18-jährigen Jugendlichen und beleidigt sie rassistisch.
Laut Polizei greift eine Täterin einen jungen Mann auf Grund dessen sexueller Orientierung körperlich an.
Ein 13-jähriger Jugendlicher irakischer Herkunft wird aus rechten Motiven beschimpft und körperlich angegriffen.
Am frühen Abend beschimpft ein deutscher Mann am Bahnhofsvorplatz eine Gruppe aus Eritrea rassistisch und greift anschließend zwei Betroffene aus der Gruppe körperlich an.
Am Nachmittag beleidigen zwei Männer in der Regionalbahn einen Mann tschetschenischer Herkunft rassistisch und versuchen, ihm unter Androhung von Gewalt sein Bahnticket abzunehmen, was der Betroffene jedoch verhindern kann. Als er am Bahnhof Bernau den Zug verlässt, folgen ihm die Männer und versuchen, ihn auch körperlich anzugreifen, wogegen der Betroffene sich jedoch erneut zur Wehr setzen kann.
Ein 20-jähriger Punk und seine Verlobte werden im Supermarkt von einem Mann bezugnehmend auf ihr Aussehen angepöbelt. Nachdem sie den Supermarkt verlassen haben, wird der Punk unvermittelt zu Boden geschubst und bricht sich dabei das Handgelenk. Anschließend flüchtet der Täter.
Ein Täter beleidigt einen Mann somalischer Herkunft zunächst rassistisch und greift ihn anschließend mit einem Gegenstand körperlich an.
Drei Rechte nötigen einen jungen Linken, vom Fahrrad abzusteigen, indem sie sich ihm in den Weg stellen. Dabei beleidigen sie ihn auf Grund seiner politischen Einstellung. Als dieser kurz darauf versucht, die Täter zu dokumentieren, wird er erneut angegriffen. Die Rechten versuchen diesmal, ihn vom Fahrrad zu zerren. Der Betroffene flüchtet sich in die Geschäftsstelle der Partei ‘Die Linke’. Die rechten Angreifer tauchen dort ebenfalls auf, versuchen, gewaltsam die Tür aufzudrücken und rufen dabei volksverhetzende antisemitische Beleidigungen und Bedrohungen.
Ein erwachsener Rechter rempelt einen minderjährigen Somali im Bahnhof unvermittelt an. Als der Somali darauf mit Worten reagiert, schlägt der Täter den Betroffenen mit der Faust in sein Gesicht.
Drei Jugendliche aus Syrien und Afghanistan werden beschimpft und bespuckt und anschließend von den Täter_innen körperlich attackiert.
Ein 33-jähriger Mann beschmiert die Fassade einer Lagerhalle mit einem Gewaltaufruf gegen den örtlichen Bürgermeister: “Erst Henriette Reker, dann André Stahl”. Die Kölner Politikerin Henriette Reker (parteilos) war am 17. Oktober bei einer Messerattacke schwer verletzt worden. Kurze Zeit später wird der Mann gefasst und gesteht, die Tat aus rechten Motiven begangen zu haben.
Eine Person wird aufgrund ihrer politischen Einstellung körperlich angegriffen. Die Polizei ermittelt einen Tatverdächtigen.
Am späten Abend treffen zwei Jugendliche kenianischer Herkunft auf einen alkoholisierten Deutschen. Dieser will ihnen ihren Fußball entwenden. Als dies nicht gelingt, bedroht er sie mit einem Messer. Die Jungen rennen weg und werden vom Täter verfolgt, der sie anpöbelt und rassistisch beleidigt. Beiden gelingt die Flucht. Die Polizei kann den Täter später im Stadtgebiet feststellen.
Ein 17-Jähriger arabischer Herkunft wird in einer Jugendwohneinrichtung von zwei Tätern rassistisch beleidigt, bedroht und in ein Zimmer eingeschlossen. Einer der Täter, ein 18-jähriger Bernauer, wirft mit einem Messer auf den Jugendlichen und trifft ihn mit dem Griffstück am Kopf. Dabei ruft er “Sieg Heil” . Gegen den einschlägig bekannten Täter wird drei Tage später vom zuständigen Amtsrichter Untersuchungshaft angeordnet.
In den Abendstunden wird ein 47-jähriger Bernauer kenianischer Herkunft auf dem örtlichen Busbahnhof verbal attackiert und mit einer Flasche beworfen, welche glücklicherweise ihr Ziel verfehlt. Ein polizeibekannter 25-Jähriger wird als Tatverdächtiger ermittelt.
Während des Bernauer Hussitenfest kommt es zur Belästigung und Bedrohung alternativer Jugendlicher. Etwa acht Bernauer und Berliner Neonazis nähern sich einem Getränkestand. Einer der Neonazis fotografiert die dort anwesenden Gäste ab, während ein weiterer Neonazis die Anwesenden bedroht.
In den Mittagsstunden wird ein Bernauer thailändischer Herkunft zuerst beleidigt und dann körperlich attackiert. Bei dem rassistisch motivierten Angriff wird er an der Hand verletzt.
Am Bahnhofsplatz schlugen drei Männer auf mindestens eine Person ein. Anschließend skandierten sie rechte Parolen und zwangen weitere Personen mit Gewalt zur Herausgabe von Geld und Zigaretten.
Der Jugendtreff DOSTO wurde über Nacht angegriffen. Dabei wurde ein Holzpavillon und der Bus beschädigt sowie eine Feuertonne geklaut. Die Täter hinterließen Flugblätter der NPD.
Bei einem Volksfest betrieb der Jugendklub Dosto einen Getränkestand. Nach einigen Vorfällen an den Vortagen kam am letzten Tag des Festes erneut ein Neonazi an den Stand. Er verlangte ein Bier, was ihm verwehrt wurde. Daraufhin beschimpfte er die Jugendlichen und
spuckte einem Mädchen ins Gesicht.
Bei einem Volksfest provozierten mehrere Neonazis an einem Getränkestand des Jugendklubs Dosto. Einer der Rechten riss eine Fahne vom Stand herunter. Anschließend schlug der Angreifer einen Jugendlichen, dessen Brille zu Boden fiel und zerbrach.
Die Scheiben der Jüdischen Gemeinde in Bernau wurden in der Nacht eingeworfen
und beschädigt. Die Täter hinterließen ein eingeritztes Hakenkreuz am
Briefkasten.
Ein griechischer Staatsbürger wurde aus rassistischen Gründen Opfer einer gefährliche Körperverletzung. Es konnte kein Tatverdächtiger ermittelt werden. Nähere Angaben liegen nicht vor.
Zwei jugendliche Männer riefen an einem Hausdurchgang »Juden raus« zu
einer 40-Jährigen. Als sich ihr 15-jähriger Sohn schützend vor sie
stellte, schlugen ihm die Angreifer zweimal in den Bauch.
Im Stadtpark wurden aus einer Gruppe Rechtsextremer heraus einige alternative Jugendliche angegriffen. Einem der Opfer wurde dabei ein Finger gebrochen, ein anderer erlitt eine Platzwunde am Auge. Vor dem Angriff hatte es gegenseitige Beschimpfungen gegeben. Es konnten
zwei Tatverdächtige ermittelt werden.
Zwei alkoholisierte Männer drohten einen Reisenden in der S-Bahn, den sie für einen »Türken« hielten, ihn aus dem Zug zu werfen. Dem Bedrohten gelang es, einen der Männer von seiner deutschen Herkunft zu überzeugen. Dieser hielt daraufhin seinen Kumpanen zurück, der unter anderem äußerte: »Euch muss man allen gegen den Schädel treten, wie Ihr es mit unseren Rentnern macht«.
Ein 21-jähriger Deutschtürke wurde vor einer Diskothek von Jugendlichen angegriffen und schwer verletzt. Dem Angriff ging ein Streit voraus, bei
dem der der Betroffene rassistisch beschimpft wurde. Das Opfer erlitt
einen Nasenbein- und einen Jochbeinbruch.
Auf der Rückfahrt von der Demonstration gegen das Heldengedenken in Seelow wurden am Abend mehrere Antifaschisten am Bahnhof Bernau von einer Gruppe Rechtsextremer beleidigt, geschubst und mit Stöcken bedroht bzw. angegriffen. Die Rechtsextremisten hatten vorher, genau wie die Gegendemonstranten, den Regionalzug aus Seelow verlassen und wollten vermutlich in die S-Bahn Richtung Berlin umsteigen. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt.
Ein 17-jähriger alternativer Schüler wurde in der S-Bahn nach Berlin von einer Gruppe 20- bis 25-jähriger Rechter angepöbelt und bedroht, dann von einem geschlagen, an den Haaren gezerrt und getreten. Das Opfer erlitt unter anderem einen Nasenbeinbruch und eine Platzwunde am Kopf.
Ein 18-jähriger Skater wurde in der Nacht auf dem Markplatz von einer fünfköpfigen Gruppe Rechter verfolgt, in den Rücken getreten und geschlagen. Er erlitt einen Nasenbeinbruch.
Mit einem Luftdruckgewehr wurde auf die Scheibe eines Imbisses in Bernau geschossen.
Auf den alternativen Jugendclub »Dosto« wurde ein Sprengstoffanschlag verübt. Gegen 1:40 Uhr explodierte ein selbst gebastelter Sprengsatz an einem Fenster des Clubs und riss dieses heraus. Glassplitter flogen bis zu 20 Meter umher, verletzten jedoch keinen der anwesenden Gäste.
Eine Gruppe von sechs alternativ orientierten Jugendlichen wurde in den späten Abendstunden im Stadtpark von zwei Männern rassistisch beschimpft und geschlagen.
Eine Gruppe Berufsschüler, darunter ein Dunkelhäutiger, wurde auf dem Weg zum Bahnhof von Rechten angepöbelt und tätlich angegriffen.
Ein etwa 12-jähriger Russlanddeutscher wurde auf dem Bahnhof von drei Rechten im Alter von 16, 21 und 22 Jahren zu Boden gerissen, mit Fäusten ins Gesicht geschlagen und mit stahlkappenbewehrten Springerstiefeln in den Bauch getreten. Die Rechten hatten mit dem Ruf »Russen raus« Jagd auf eine Gruppe Russlanddeutscher gemacht.
Ein 13-jähriger dunkelhäutiger Schüler wurde von Mitschülern mit den Worten »Geh zurück in dein Land« an den Haaren gezogen und gegen den Oberkörper getreten.
Ein 15-jähriges linksorientiertes Mädchen wurde in der S-Bahn von vier Neonazis überfallen. Die Angreifer verletzten sie mit einem Schlag gegen die Augenbraue, hielten ihr Messer an den Hals und ritzten ihr ein Hakenkreuz auf den Bauch.
Ein 21-jähriger Grieche in Begleitung einer 19-jährigen Deutschen wurde von fünf Rechten auf der Straße nach seiner Nationalität gefragt. Dann skandierten sie »Deutschland den Deutschen« und schubsten den Mann so, dass er hinfiel und sich leicht verletzte.
Ein zwölfjähriges afghanisches Mädchen wurde von zwei 13- und 14-jährigen Brüdern rassistisch beschimpft, geschlagen und getreten. Es erlitt leichte Verletzungen.
Ein 16-jähriger Deutscher türkischer Abstammung wurde in der S-Bahn von zwei Mädchen getreten und an der Flucht gehindert. Dann kamen drei 18- bis 19-jährige Männer dazu, von denen einer auf das Opfer einschlug. Der 16-Jährige erlitt eine Prellung am Brustkorb und wurde ambulant behandelt.
Ein Rollstuhlfahrer libanesischer Herkunft wurde angegriffen. Ein Unbekannter beschimpfte den beinamputierten Libanesen auf offener Straße und trat mit dem Fuß gegen dessen linke Beinprothese und in Richtung Gesicht. Das Opfer blieb unverletzt.
Der 22-jährige Thilo R. wurde von fünf rechtsextremen Männern vier Stunden lang gequält und dann mit Benzin überschüttet und angezündet. Thilo R. überlebte schwer verletzt.
Ein 16-jähriger farbiger Kolumbianer wurde von drei Rechtsextremen im Bahnhofsgebäude angegriffen. Er war zunächst geschubst und dann am Kragen gepackt worden. Nach dem Zeigen des Hitlergrußes ließen die Täter von ihrem Opfer ab und entfernten sich.
Auf ein indisches Spezialitätenrestaurant wurde ein Anschlag verübt. Ein 19-jähriger Jugendlicher aus der rechten Szene soll eine Fensterscheibe des Lokals eingeschlagen und mit einer Schreckschusspitole mehrere Schüsse in die Luft abgegeben haben.
Gegen 1 Uhr nachts wurde ein Pakistani auf dem Fahrrad von vier bis fünf Deutschen als »Scheiß-Ausländer« und »Kanacke« beschimpft und bedroht. Er ließ sein Fahrrad liegen und rannte davon. Das Fahrrad wurde zerstört.
Eine Schulklasse aus Berlin, darunter persische und polnische MitschülerInnen, wurde am Henkerhaus von einer Gruppe rassistischer Jugendlicher angepöbelt, geschubst und getreten.
Ein 14-Jähriger wurde von älteren Jugendlichen mit einer Kette gewürgt, da er trotz mehrmaliger Aufforderung und Drohungen gegen seine Person einen »Gegen Nazis« –Aufnäher nicht von seiner Jacke entfernen wollte.
Der 24-jährige Kay Sch. wurde von zwei bis drei Tätern vor dem Bahnhof von einem Imbissstand weggezogen und mehrfach ins Gesicht geschlagen. Nach Angaben eines Zeugen hatten die Schläger vermutet, dass ihr Opfer Ausländer sei. Erst als sich der Zeuge einmischte und glaubhaft machte, dass der Mann Deutscher sei, ließen die Täter von ihm ab. Der 24-Jährige wurde mit einem Kieferbruch ins Krankenhaus gebracht und dort stationär behandelt.