Cottbus

Zwei Männer mustern nachts im Bus auffällig einen Studenten aus einem westafrikanischen Land und reden vermutlich abfällig über ihn. Als dieser aussteigt, folgen sie ihm durch mehrere Straßen, so dass er seine Schritte beschleunigt, um ihnen zu entkommen. Die Täter rufen mutmaßlich rassistische Beleidigungen, die der englischsprachige Betroffene nicht versteht. Sie vermummen sich und werfen mit einer Glasflasche nach dem Studenten, die ihr Ziel knapp verfehlt. Der Betroffene kann sich in ein Wohnhaus flüchten, vor den Tätern verstecken und die Polizei alarmieren.

Cottbus

Zwei Männer und eine Frau, zwischen 30 und 60 Jahren alt, äußern sich abfällig über die 31-jährige Betroffene lybischer Nationalität, und sagen sie würden arbeiten gehen um die Wohnung der Betroffenen zu bezahlen. Die Täterin versucht der Betroffenen das Kopftuch vom Kopf zu reißen und schlägt ihr mehrfach gegen den Arm.

Oranienburg

Im Anschluss an den CSD in Oranienburg bedroht eine Gruppe Rechter zwei Personen des Ordner*innenteams und 2 weitere CSD-Teilnehmer*innen. Als diese sich in einem Imbiss befinden, parken mehrere Autos davor, einige der Rechten verlassen ihre Autos und positionieren sich vor dem Eingang. Sie schaffen auf diese Weise eine bedrohliche Situation, in der die vier Personen sich nicht mehr trauen, den Imbiss wieder zu verlassen und die Polizei verständigen.

Abends bepöbeln und bedrohen Rechte die Gäste einer inoffiziellen After-Party der Linksjugend Solid auf der Straße vor dem Veranstaltungsort. Sie schubsen einen Gast aus dem Weg. Zwei unbekannte Täter greifen in der Innenstadt nachts um vier Uhr einen der Teilnehmer auf dem Heimweg an. Sie stoßen den Betroffenen vom Fahrrad und schlagen ihn bewusstlos. Der Betroffene muss aufgrund seiner Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden.

Im Vorfeld des CSD Oranienburg riefen extrem rechte Jugendgruppen, wie die sog. “Deutsche Jugend voran” sowie “Jung und Stark” zum Gegenprotest und zum Stören des CSDs auf. Am Bahnhof versammeln sich schließlich 40 extreme Rechte. Diese beleidigen Anreisende zum CSD auf ihrem Weg zur Versammlung. Kurzfristig genehmigt die Polizei den Nazis, mit 100m Abstand hinter dem CSD-Demonstrationszug herzulaufen und gibt ihnen so Gelegenheit, das rechte Bedrohungsszenario noch weiter zu verstärken. Bei der Abreise werden CSD-Teilnehmende im Umfeld des Bahnhofs von Rechten angepöbelt und verfolgt.

Prenzlau

Am Bahnhof beleidigt ein unbekannter Täter den 34-jährigen Betroffenen somalischer Staatsangehörigkeit rassistisch mit dem N-Wort und greift ihn körperlich an. Dabei wurde der Betroffene verletzt, er musste von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden.

Hohen Neuendorf

Beim Hohen Neuendorfer Stadtfest werden Wahlkämpfende der Partei „Die Linke“ angegriffen. Besucher bepöbeln einen 15-jährigen Jugendlichen, der beim Abbau des „Linken“-Infostands hilft. Der Jugendliche bittet daraufhin das Linken-Wahlkampfteam um Unterstützung. Zwei AfD-Anhänger, erkennbar durch die AfD-Schlüsselbänder, die sie um den Hals tragen, beschimpfen die Anwesenden. Einer der Täter droht dem Jugendlichen Gewalt an, woraufhin der ebenfalls anwesende ehemalige Bürgermeister, 67 Jahre alt, versucht die Situation zu deeskalieren. Als die beiden abermals den Jugendlichen verbal attackieren, geht der 67-Jährige dazwischen. Daraufhin stößt der Täter ihn zu Boden und macht sich anschließend über den am Boden liegenden Betroffenen lustig.

Oranienburg

Ein 61-jähriger Mann beschmiert in der Lehnitzstraße ein Plakat der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“. Als eine Radfahrerin ihn darauf anspricht und fotografiert, stößt er sie vom Fahrrad zu Boden, tritt auf sie ein und beschimpft sie. Erst als Autos anhalten, lässt er von der Betroffenen ab.